SCHLAGANFALL: UNTERGANG VON GEHIRNZELLEN

Schätzungen zufolge liegt knapp der Hälfte aller Schlaganfälle eine Thrombose zugrunde.1 Ursächlich ist ein Thrombus in einer Arterie (arterielle Thrombose), die das Gehirn versorgt. Im Rahmen einer Thrombose können Kleinstgerinnsel im Blut, die sich mit dem Blutstrom bewegen und verlagern, über den normalen Blutfluss bis zum Gehirn gelangen und dort die feinen und sensiblen Blutgefäße versperren. Infolge dessen wird das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Es kommt zum Schlaganfall. Eine unerkannte und unbehandelte Thrombose, die sich in der Regel an den Gefäßwänden festsetzt und nicht beweglich ist, kann also dahingehend gefährlich werden, als dass sich Kleinstteile des Thrombus lösen und mit dem Blut wandern können. 

Typische Symptome, die auf einen Schlaganfall hinweisen, sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinstrübungen und vor allem Lähmungen. Die Folgen des arteriellen Gefäßverschlusses hängen davon ab, welcher Teil des Gehirns von dem betroffenen Blutgefäß mit Sauerstoff unterversorgt wird. So können Sprach-, Schluck- und Sehstörungen sowie halbseitige oder teilweise Lähmungen die Folge sein. Diese Funktionseinbußen des Gehirns bilden sich oftmals nur mühsam über einen langen Zeitraum oder auch gar nicht mehr zurück. Um den Blutfluss so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen und auf diese Weise schwerste Folgeschäden und unter Umständen sogar den Tod zu vermeiden, ist ein sofortiges ärztliches Eingreifen oberstes Gebot!

Symptome

Als Zeichen für einen Schlaganfall können verschiedene Symptome auftreten

  • Plötzliche Lähmung oder Schwäche im Gesicht, Arm oder Bein, insbesondere auf einer Körperhälfte
  • Plötzliche Verwirrung, Sprach- oder Verständnisstörung
  • Plötzliche Sehstörung auf einem oder beiden Augen
  • Plötzliche Gangstörung, Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung

Test, um einen Schlaganfall zu erkennen

Ein einfacher Test, um einen Schlaganfall auch als Laie zu erkennen, ist der Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS). Er kann Leben retten und bleibende Schäden vermeiden.

US-Mediziner haben diesen simplen Test präsentiert, mit dem auch ungeübte Personen innerhalb von einer Minute einen Schlaganfall erkennen können. Sie müssten nur beurteilen, ob ein Patient normal lächelt, beide Arme heben und halten beziehungsweise einen einfachen Satz verständlich formulieren kann.

Der Test fragt Schlüsselsymptome für einen Schlaganfall ab. Ein Test mit einhundert Personen zeigte, dass sie großteils einen Schlaganfall korrekt diagnostizierten.

Eine Schwäche der Arme wurde zu 97 Prozent, Sprachdefizite wurden zu 96 Prozent einwandfrei erkannt. Aufgrund des Lächelns der Patienten identifizierten 74 Prozent eine Gesichtsmuskelschwäche. Mit dieser Methode können zufällig anwesende Passanten ihre Diagnose den eintreffenden Rettungsteams sofort mitteilen.

Aufgrund der dadurch gewonnenen Zeit, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient bleibende Schäden davonträgt.

  • Bitten Sie die Person, zu lächeln (geht das nicht = Lähmung)
  • Bitten Sie die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen, zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön."
  • Bitten Sie die Person, beide Arme zu heben
  • Bitten Sie die Person, ihre Zunge heraus zu strecken. Schauen Sie, ob die Zunge gekrümmt ist und/oder schief hängt.

Falls die betroffene Person Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufen Sie sofort den Notarzt und beschreiben Sie die Symptome der Person am Telefon – denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

1 https://www.schlaganfall-heute.de/ursachen

Außerdem stellt das Klima in den tropischen und subtropischen Ländern eine große Belastung für das venöse Gefäßsystem dar.

Doch nicht nur während des Fliegens erhöht sich die Thrombosegefahr: Es zeigt sich, dass relativ mehr Busfahrgäste als Flugpassagiere davon betroffen sind.

Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie selbst einer Reisethrombose vorbeugen können, z. B. mit einfachen BewegungsübungenAußerdem finden Sie Heparinbestätigungen für die Zollkontrolle in mehreren Sprachen, falls Sie auf Anweisung Ihres Arztes Medikamente zur Thrombosevorbeugung mit sich führen.

Letzte Aktualisierung: 12.02.2019