KRANKHEITSBILD


URSACHE EINER THROMBOSE

Normalerweise ist unser Gefäßsystem darauf ausgerichtet, übermäßige Blutgerinnung zu vermeiden. Deshalb müssen einige Faktoren zusammenkommen, damit eine Thrombose entstehen kann. Das fließende Blut mit normaler Zusammensetzung gerinnt nicht in intakten Blutgefäßen. Dieses Gleichgewicht kann von vielen verschiedenen Faktoren negativ beeinflusst werden. Als Ursachen für eine vermehrte Gerinnungsaktivität gelten ein gestörter Blutfluss, eine veränderte Innenwand der Blutgefäße sowie eine gesteigerte Gerinnungsfähigkeit des Blutes oder eine Kombination dieser gerinnungsfördernden Umstände. Letztere kommt im Alltag am häufigsten vor. 

Dabei spielt die Neigung zur Gerinnselbildung, die ein Mensch mitbringt, eine wichtige Rolle. Denn sie kann dazu führen, dass anscheinend harmlose Situationen mit einem relevanten Risiko zur Entstehung einer Thrombose einhergehen. Auf der anderen Seite gibt es akute Anlässe, wie zum Beispiel eine Operation oder eine schwere Entzündung, die die Gefahr einer Thrombose erfahrungsgemäß erhöhen. Des Weiteren finden sich additive Basisrisiken, die es ebenfalls zu beachten gilt, da diese eine Thrombose begünstigen.

Liegt als Ursache einer Thrombose ein gestörter Blutfluss vor, fließt das Blut zu langsam oder es bilden sich Strömungswirbel. Dadurch wird die Entstehung einer Thrombose begünstigt. Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren, die zu einem gestörten Blutfluss führen können. Dazu gehören unter anderem:

  Längere Inaktivität durch Bettlägerigkeit, Lähmungen, ein Beingips
  Langes (und beengtes) Sitzen im Bus, Auto oder Flugzeug

  Ausgedehnte Krampfadern
  Herzschwäche
  Vorhofflimmern
  Druck auf das Gefäß (z. B. Knochenvorsprung, Tumor)

Eine weitere Ursache für eine Thrombose kann die Veränderung einer Gefäßwand sein. Gefäßwandschäden oder -veränderungen entstehen zum Beispiel durch Verletzungen, Verbrennungen, Entzündungen oder Infektionen. In Arterien spielt außerdem die "Gefäßverkalkung" (Arteriosklerose) eine wichtige Rolle.

Die dritte Ursache besteht in einer verstärkten Gerinnungsneigung, der sogenannten Thrombophilie. Dabei gerinnt das Blut schneller als es normal der Fall ist. Als mögliche Gründe hierfür kommen in Frage: 

•  Blutgerinnungsstörungen (oft angeboren, zum Beispiel APC-Resistenz, Faktor-V-Leiden-Mutation)
•  Blutkrankheiten (zum Beispiel Polyzythämie, bei der sich zu viele Blutzellen im Blut befinden)

•  "Dickes" Blut bei Flüssigkeitsmangel
•  Medikamente, zum Beispiel die "Antibaby-Pille", Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
•  Krebserkrankungen
•  Operationen in Zusammenhang mit reduziertem Blutfluss
•  Schwangerschaft
•  Rauchen

•  Übergewicht

Letzte Aktualisierung: 26.03.2020